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„Als Naturliebhaber fanden wir Motive in Hülle und Fülle“

von | 18. Jul 2021 | Neues aus Costa Rica

Bereits zwei Mal ist der Hobbyfotograf und Naturschützer Winfried Rusch nach Costa Rica gereist, hauptsächlich, um Vögel zu fotografieren. Wie er Land, Flora, Fauna und Menschen erlebt hat, erzählt uns der 76-Jährige im Interview.
Zur Person: Winfried Rusch, 76, ist in Billerbeck (Nordrhein-Westfalen) geboren und aufgewachsen. Er hat zwei Töchter und war lange Zeit als Programmierer tätig. 1964 bekam er seine erste Kamera, besuchte immer wieder Fotografie-Kurse an der Volkshochschule. Er gründete den Nabu-Kreisverband Coesfeld und den Fototreff Baumberge – und ist als Rentner heute sehr gern auf Reisen. Weitere beeindruckende Fotos von seinen Costa-Rica-Reisen finden sich auf seiner Homepage unter Winni’s Homepage – Webseite von Winfried Rusch.

BaumInvest:
Im Reisebericht Ihrer letzten Costa-Rica-Reise erzählen Sie von einer Autopanne. Was war da los?
Winfried Rusch:
Das war direkt am Morgen unseres ersten Tages. Mein Mitreisender, Hans-Wilhelm Grömping, und ich wollten früh von San José nach Turrialba.Nach wenigen Kilometern deutete ein Autofahrer wild fuchtelnd auf unser Mietauto. Da hielt ich lieber mal an. Wie sich herausstellte, war der Reifen platt. Wir fuhren zur nächstgelegenen Tankstelle, dort brachten sie das flott wieder in Ordnung – ohne Geld zu verlangen, ganz selbstlos. Auch sonst habe ich die Costa Ricaner auf meinen beiden Reisen als sehr freundliche und hilfsbereite Menschen kennengelernt.

BaumInvest:
Sie waren zum ersten Mal 2012 dort, flogen im vergangenen Jahr erneut hin – wieso ein zweites Mal?
Winfried Rusch:
Costa Rica gehört zu einem meiner Lieblingsländer: die abwechslungsreichen Landschaften, die unglaublich reiche Artenvielfalt, die zuvorkommende Bevölkerung – ich habe das Land in bester Erinnerung.

BaumInvest:
Zudem haben Sie – wie man den Fotogalerien Ihrer Homepage entnehmen kann – sehr viele, schöne Eindrücke mit Ihrer Kamera festgehalten. Bilder für die Ewigkeit. An Motiven scheint es nicht gemangelt zu haben.
Winfried Rusch:
Absolut nicht. Gerade als Naturliebhaber fanden wir täglich Motive in Hülle und Fülle …

BaumInvest:
… vor allem Vögel. Woher kommt dieses Interesse?
Winfried Rusch:
Mein Opa war Müller auf einer Wassermühle, wo ich ihn häufig besucht hatte. Dort war ich dann unzählige Stunden in der Natur, vor allem beim Beobachten von Vögeln. In Costa Rica habe ich tolle Tiere vor die Linse bekommen: Rotschnabeltauben, Bronzekopf-Elvirakolibris, Andenbartvögel, Königsgeier. Auch anderen Tiere konnte ich mit Hilfe eines Tele-Objektivs sehr nah kommen: Brüllaffen, Agutis, Weißrüssel-Nasenbären. Unvergesslich bleibt ein Erlebnis, als wir von einer langen Tour zurück ins Hotel kamen. Der Nachtwächter rief uns zu sich, um uns etwas zu zeigen. Da schlängelte sich eine Schlange auf dem Parkplatz, aus ihrem Maul hingen die Hinterbeine einer Ratte. Spektakulär.

BaumInvest:
Waren Sie auch viel in den Wäldern unterwegs?
Winfried Rusch:
Sehr oft, ja. Auf meiner ersten Reise waren wir in zahlreichen Nationalparks, etwa dem Carara-Nationalpark oder dem Parque Nacional Cahuita, wo wir beeindruckende Baumriesen bewundern konnten. Einmal sprangen Kapuzineraffen aus dem Gebüsch und klauten den Touristen das Essen. Auf meiner zweiten Reise vermieden wir allerdings die zum Teil sehr touristischen Parks, waren lieber abseits der Massen unterwegs, etwa auf dem Fluss Río Frío im Bezirk Caño Negro, wo wir hunderte Kaimane am Flussufer beobachten konnten.

BaumInvest:
Klingt alles sehr aufregend und paradiesisch: Wann starten Sie Ihre dritte Reise nach Costa Rica?
Winfried Rusch (lacht):
Mein Kollege würde gerne noch mal fliegen. Aber große Reisen, bei denen ich über zehn Stunden im Flieger sitze, will ich künftig eher vermeiden. Ich bin jetzt bald 77! Auch die tropische Hitze in Costa Rica hat mir hin und wieder sehr zu schaffen gemacht. So sehr ich das Land liebe, künftig reise ich wohl eher durch europäische Länder. Aber Costa Rica trage ich immer im Herzen und in meinen Erinnerungen – und auf den Sticks meiner Kameras.

Bildrechte: Winfried Rusch

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