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Kann der Wald das Klima retten?

by | 26. Mar 2021 | BaumInvest Tipps

Uns bleiben noch knapp zehn Jahre, um das Ruder rumzureißen, die globalen Netto-Emissionen um 45 Prozent im Vergleich zu 2010 zu senken und dadurch das Ziel von maximal 1,5 Grad Erderwärmung zu erreichen. Teil der Strategie ist nicht nur die Emissionen zu senken, sondern aktiv CO2 aus der Atmosphäre zu ziehen und in langfristige Lager zu speichern – sogenannte CO2-Endlager. Das Wiederaufforsten von Wäldern ist dabei die einzige natürliche Methode CO2 aufzunehmen und im Holz zu speichern. Quasi eine Klimalösung, die direkt vor der Haustür wächst. Aber Wald ist nicht gleich Wald. Was macht also Sinn bei einem Volumen von 730 Milliarden Tonnen CO2, die laut Klimarat bis zum Ende des Jahrhunderts der Atmosphäre entzogen werden müssen?

Junger tropischer Sekundärwald als Klimalösung

Schon jetzt speichern Wälder global bis zu zwei Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr, indem der Stoff durch Photosynthese aufgenommen, in Kohlenstoff umgewandelt und in der Biomasse während der Lebensdauer des Baumes gelagert wird. Will man diese Senkenfunktion ausbauen, benötigt man viele Bäume, die schnell wachsen und lange leben. Da in den Tropen ganzjährig ein feucht-warmes Klima herrscht, eignen diese sich besonders für Wiederaufforstungsprojekte, deren Ziel die CO2-Speicherung ist. Land, das ehemals entwaldet wurde, auf dem jahrelang Ananas, Zuckerrohr oder andere Marktfrüchte angebaut wurden, ist nunmehr ausgelaugt und eignet sich maximal zur unlukrativen Nutzung als extensives Weideland. Es macht das Land aber umso kostbarer für die Wiederaufforstung. Der enorme Zuwachs an Biomasse macht einen aufgeforsteten Wald in den Tropen besonders wertvoll für die CO2-Speicherung. In circa 60 Jahren nimmt er fast 90 Prozent der möglichen Biomasse auf. Danach wird er vom CO2-Aufnehmer zum bleibenden Speicher. Um also aktiv CO2 aus der Atmosphäre zu entziehen, muss vor allem neu aufgeforstet werden, vor allem in den Tropen. Das Crowther Lab an der ETH Zürich rechnet in einer viel diskutierten Studie im Science Journal sogar vor: „Die weltweite Aufforstung von Wäldern wäre auf einer Fläche von 0,9 Milliarden Hektar möglich und könnte so zwei Drittel der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen aufnehmen.“

Aus Weideland wird Wald – Wiederherstellung natürlicher Landschaften

Mit unserem Konzept der naturnahen Aufforstung und Bewirtschaftung beteiligen wir uns an der globalen Herausforderung, der Atmosphäre CO2 zu entziehen. Wir verwandeln degradiertes Weideland in produktive Landschaften, die in der Region Einkommen generieren, für Investoren eine Rendite erzielen und gleichzeitig ein Ökosystem wieder aufleben lassen. Unser Wald schafft einen Mehrwert nicht nur für das Klima, sondern besonders auch für den Erhalt der Artenvielfalt. Die Aufforstungen und Naturschutzflächen erzeugen ein resilientes System gegenüber den immer spürbareren Auswirkungen des Klimawandels. Längere Trockenperioden oder starke Niederschläge werden durch die Aufforstung im Mischbestand besser überstanden, sodass kaum Schäden entstehen. Unsere Waldlandschaften puffern sogar negative Folgen des Klimawandels ab, indem sie in der Region für eine Abkühlung des Klimas sorgen und der Wasserkreislauf wiederhergestellt wird. Die Bäume sorgen dafür, dass der Boden ständig bedeckt ist, es findet keine weitere Erosion statt, und durch den Laubabfall und die Diversität der Pflanzen wird die Bodenfruchtbarkeit wiederhergestellt. Ein Aufbau der Humusschicht bedeutet zudem die Speicherung von mehr CO2 im Boden und wirkt somit dem fortschreitenden Klimawandel entgegen.

Seine Berechtigung als Klimalösung hat der Wald also allemal: nicht nur global als CO2-Staubsauger, sondern auch regional als Klimaanlage.

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