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BaumInvest Filmtipp: Ökozid

19. Nov 2020 | BaumInvest Tipps

Klimaschützer Wald – Wie gelingt es uns der Erdatmosphäre CO2 zu entziehen?

Den einzig natürlichen Weg, der Atmosphäre aktiv CO2 zu entziehen, meistert: der Wald. Mit der Fotosynthese nehmen Bäume CO2 auf und speichern es. Holz besteht knapp zur Hälfte aus Kohlenstoff. Allerdings ist es uns ein besonderes Anliegen, immer wieder zu betonen, dass es auf das richtige Holz, die richtige Zusammensetzung eines Waldes ankommt, um die weltweite CO2-Belastung produktiv und langfristig zu senken.

Je mehr ein Baum wächst, desto mehr Kohlenstoff kann er speichern. Da Bäume im tropischen Klima ganzjährig wachsen, wird dort besonders viel CO2 gebunden: jährlich rund 12 bis 15 kg pro Baum. Insgesamt speichert der Regenwald 17 Prozent des weltweit in Vegetation und Boden gebundenen Kohlenstoffs.

Daher forsten wir seit 13 Jahren in Costa Rica den Regenwald auf, und zwar mit Mischwäldern statt Monokulturen, um heimische Baumarten und die dortige Artenvielfalt zu fördern – ein Viertel der bereits aufgeforsteten 2051 Hektar sind Schutzgebiete. Es geht darum, diese Wälder nachhaltig zu bewirtschaften, mit selektiven Ernten statt Kahlschlag. Es geht darum, das Holz nach der Ernte sinnvoll zu nutzen, nicht als Brenn-, sondern als Wertholz. Es geht darum, einen sinnvollen Weg der CO2 Speicherung zu gehen, mit der auch der Erhalt der Biodiversität und der gesamten Ökosystemdienstleistungen des Wald wie Wasser- und Bodenschutz gesichert werden können.

Wald ist mehr als Klimaschutz, er ist zugleich Teil der Klimaanpassung. Die Folgen der Klimaerwärmung sind verheerend. Wetterextreme wie Starkstürme, Überschwemmungen und Trockenheit nehmen zu.

Ein Zukunfts-Szenario was bei steigenden Temperaturen zu erwarten ist können Sie aktuell im Film Ökozid sehen.

Zum Film in der ARD Mediathek

Fernsehfilm Deutschland 2020

Es ist das Jahr 2034: Die Folgen der Klimakatastrophe sind dramatisch. Dürre und Hochwasser vernichten die Lebensgrundlage von Millionen Menschen.

Nach der dritten Sturmflut in Folge wurde der Sitz des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag geräumt. In einem provisorischen Interimsgebäude in Berlin wird die Klimakatastrophe zum Gegenstand eines juristischen Verfahrens. Zwei Anwältinnen vertreten 31 Länder des globalen Südens, die ohne Unterstützung der Weltgemeinschaft dem Untergang geweiht sind. Sie stellen die Frage nach Verantwortung, fordern Schadenersatz und ein Recht der Natur auf Unversehrtheit, um ihr eigenes Überleben zu sichern.

Ranghohe Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Industrie werden als Zeugen geladen. Das Gericht muss entscheiden, ob die deutsche Politik für ihr Versagen beim Klimaschutz zur Verantwortung gezogen und damit ein Präzedenzfall geschaffen wird.

Diese Sendung ist nach der Ausstrahlung 3 Monate lang in der ARD Mediathek verfügbar (Stand: 6. Oktober 2020).
Ökozid | Video verfügbar bis 18.02.2021 | Bild: rbb/zero one film / Julia Terjung

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