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Über BaumInvest – Fragen und Antworten

Fragen zum Geschäftsmodell

WIE ERWIRTSCHAFTET DIE BAUMINVEST AG EINE RENDITE?

Das Geschäftsmodell der BaumInvest AG basiert auf den Prinzipien der nachhaltigen Forstwirtschaft: Hierbei wird dem Wald nur soviel Holz entnommen, wie nachwachsen kann. Dieses Prinzip haben wir für tropische Regionen und die dort heimischen Baumarten angepasst. Unser Pflanzsystem ist den sukzessiven Entwicklungsstadien eines natürlichen Waldes nachempfunden: D.h., wir kombinieren Pionierbaumarten mit Halbschatten- und Schatten-Baumarten. Dadurch ergeben sich optimale Wachstumsbedingungen für die einzelnen Bäume. Durch die unterschiedlichen Umtriebszeiten der Baumarten entstehen zeitlich versetzte Erntephasen. In diesem rollierenden, dauerhaften Forstwirtschaftsystem pflanzen wir kontinuierlich nach und pflegen die Bäume durch natürliche Regeneration. In den vergangenen Jahren haben wir zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgeforstet, weitere Aufforstungen sind geplant. So sichern wir auch zukünftig konstante Erntephasen. Erträge erzielen wir durch den Vertrieb bzw. durch die Weiterverarbeitung mit anschließendem Vertrieb. Dieses generationenübergreifende Nachpflanzen und Ernten ist die Grundlage unseres Geschäftsmodells – ein nachhaltiges Forstwirtschaftsprinzip, dem kein Ende gesetzt ist.

WER IST IN COSTA RICA VERANTWORTLICH FÜR DIE UMSETZUNG DER AUFFORSTUNGEN?

Von Anfang an kooperiert die BaumInvest AG mit der PuroVerde Paraíso Forestal S.A.. Dieser Dienstleister arbeitet mit einem Team von Mitarbeitern aus dem Forstbereich, die unsere Aufforstungsaktivitäten planen und steuern. Verantwortlich auf den jeweiligen Fincas ist der Vorarbeiter mit einem Team aus 2 bis 3 festangestellten Mitarbeitern. Alle Arbeitsschritte, die in Bezug auf die Aufforstungen durchgeführt werden müssen – vom Landkauf, über die Anpflanzung, Bewirtschaftung bis hin zur Ernte – werden von PuroVerde ausgeführt.

Fragen zu den Aufforstungen in Costa Rica

Warum gerade Costa Rica?

Das kleine Land in Mittelamerika ist politisch stabil, wirtschaftlich solide und klimatisch ideal für ein schnelles und gesundes Wachstum unserer Bäume. Zudem ist die Steuerlast in Costa Rica vergleichsweise gering. Zwischen Deutschland und Costa Rica ist ein Doppelbesteuerungsabkommen bislang nicht ratifiziert worden. Aufgrund eines Investitionsschutzabkommens zwischen den beiden Ländern sind deutsche Investoren und Kapitalanleger in Costa Rica Inländern rechtlich gleichgestellt. Somit sind Grundstücke und Anlagen auch formell gegen Verstaatlichung und Enteignung geschützt.

WAS IST DER AKTUELLE STAND DER AUFFORSTUNGEN IN COSTA RICA? WO SIND DIE AUFFORSTUNGEN?

Die Aufforstungen der BaumInvest AG sind über den gesamten Norden von Costa Rica auf fünf Standorte verteilt. Von der gesamten Grundstücksfläche von 2.051 ha sind insgesamt 1.280 ha (62 % der Gesamtfläche) erfolgreich mit verschiedenen Baumarten in Mischbeständen unterschiedlicher Zusammensetzung aufgeforstet; ein geringer Anteil besteht noch in Monokulturen. Rund 25 % der Gesamtfläche sind Schutzgebiete.

WIE SEHEN DIE HOLZWACHSTUMSZENARIEN AUS UND WIE KANN ICH MICH DARÜBER INFORMIEREN?

Unsere Aktionäre erhalten mit dem Geschäftsbericht jährlich eine Zusammenfassung über das aktuelle Baumwachstum. Dort ist auch nachzulesen, wie sich die Hauptbaumarten entwickeln. Zudem informieren wir unsere Investoren auf der jährlichen Hauptversammlung über den aktuellen Stand der Holzentwicklung und über zukünftige Holzwachstums-Szenarien.

WIE STEHT DER LANDKAUF FÜR AUFFORSTUNG IM KONTEXT VON „LAND GRABBING“ UND LOKALER NAHRUNGSMITTELPRODUKTION?

Für die Wiederaufforstungen kaufen wir Flächen, die frei auf dem Markt angeboten werden. Teilweise pflegen wir schon seit Jahren Beziehungen zu den Landbesitzern –BaumInvest ist mittlerweile seit immerhin 13 Jahren in der Region aktiv. Oft ist ein Generationenwechsel, bei dem die landwirtschaftliche Nutzung aufgegeben wird, die Ursache für einen Landverkauf. Und oft lag das Land schon jahrelang brach oder wurde zur extensiven Rinderzucht genutzt. Da sich die Produktion von Nahrungsmitteln in Costa Rica auf den südlicheren Teil des Landes konzentriert, entnehmen wir mit den Ankäufen der lokalen Lebensmittelproduktion kein verfügbares Land. Zudem eignen sich die Flächen wegen der jahrelangen intensiven Nutzung nicht zum Lebensmittelanbau. Im Fall der Finca El Concho konnten wir bereits mit Monokulturen bepflanztes Land von einem Unternehmen abkaufen. Damit haben wir das Land vor dem Verkauf an einen Ananas produzierenden Großkonzern bewahrt. Dadurch konnte in dieser Region, die von Ananasmonokulturen gekennzeichnet war, eine bewaldete Insel entstehen.

KANN MAN DIE FINCAS BESUCHEN?

In den vergangenen Jahren sind regelmäßig Gruppenreisen mit Gesellschaftern in Kooperation mit dem Reiseveranstalter Aventura durchgeführt worden. Bis auf weiteres sind wegen der weltweiten Corona Pandemie jedoch keine BaumInvest-Reisen nach Costa Rica möglich. Aktuell ist leider nicht absehbar, wann die nächste BaumInvest-Investorenreise geplant werden kann. Wir halten Sie darüber auf dem Laufenden!

KANN MAN VOR ORT IN COSTA RICA MITARBEITEN ODER EINE FORSCHUNGSARBEIT DURCHFÜHREN?

Ja, es gibt die Möglichkeit zur Mitarbeit. Generell haben wir die Mitarbeit auf unseren Fincas auf den Forschungsbereich beschränkt , d.h. wir bieten hauptsächlich für Studierende die Möglichkeit, an Forschungsprojekte bei uns im Bereich Forstwirtschaft durchzuführen. Dafür setzen wir voraus, dass die Studierenden mindestens drei Monate für Ihren Aufenthalt einplanen. Erfahrungsgemäß ist ein Aufenthalt unter drei Monaten nicht sinnvoll, da wir Externe sonst nicht in den täglichen Ablauf soweit einbinden können, dass eine eigenständige Mitarbeit möglich ist. Spanischsprachkenntnisse sollten auf einem Konversationsniveau vorhanden sein. Bei Interesse reichen Sie bitte eine Bewerbung unter: INFO@BAUMINVEST.DE ein.

Fragen zum sozial-ökologischen Mehrwert

WAS ZEICHNET DIE NACHHALTIGKEIT DER BAUMINVEST AUFFORSTUNGEN AUS?

Unser Anbausystem besteht aus einer Mischung vornehmlich heimischer Baumarten. Die Diversität der Baumarten bietet einzelne Nischen für Tierarten. Genau wie im natürlichen Wald wird der Unterwuchs belassen und, aufgrund der Schlangenbissgefahr, nur dort entfernt wo konkrete Arbeiten an den Bäumen vorgenommen werden. Ein Viertel aller Grundstücke machen Naturschutzflächen aus, die der natürlichen Entwicklung überlassen sind. Unsere Forschungskooperation mit dem Senkenberg Institut hat ergeben, dass bereits nach 9 Jahren die Anzahl der Reptilien- und Amphibienarten von 20 auf 89 anstieg. Da unsere Aufforstungen als Dauerwald bewirtschaftet werden, wird die Holzernte nur selektiv durchgeführt. Dadurch wird ein kontinuierlicher Baumbestand gewährleistet und gleichzeitig wächst die nächste Baumgeneration im Pflanzverbund heran.